Damen: Am Ende kackt die Ente…
Sehr gefordert waren die Bezirksliga-Damen von Trainer Marc Grospitz am Donnerstagabend bei der SG Herzogenrath/Baesweiler, doch am Ende zeigten die Zülpicherinnen Nervenstärke und konnten einen 61:56 (32:35) mit nach Hause nehmen. Damit erarbeiteten sie sich auch gleich drei „Matchbälle“ zum Titel. Es fehlt nur noch ein weiterer Sieg aus drei Spielen zur Meisterschaft!
Mit nur acht Spielerinnen wurde der Weg nach Aachen angetreten und selbst die waren nicht alle fit. Die Grippewelle hatte die Mannschaft weiterhin im Griff. Dazu kam noch die ungewohnte Hochballzeit um 20 Uhr an einem Donnerstag und eine sehr kleine und enge Halle. Alles keine guten Voraussetzungen…Doch die Damen starteten gar nicht so schlecht ins Spiel, die Offensive konnte einige Fastbreaks laufen oder Fouls ziehen. Allerdings funktionierte die Verteidigung überhaupt nicht. Den Gegnern wurden zu viele Würfe ermöglicht, die sie hochprozentig nutzten. Gegen Ende des Viertels stockte dann auch noch die Zülpicher Offense, sodass die Gastgeberinnen sich mit acht Punkten absetzen (12:20).
In der Viertelpause wurde die Verteidigung umgestellt, was den gewünschten Effekt brachte. Die Herzogenratherinnen hatten es nun deutlich schwerer im Angriff. Punkt für Punkt kamen die Zülpicher näher, die Gegnerinnen wussten sich oftmals nur durch Fouls zu helfen. Ganze sechs Mal wurde in diesen zehn Minuten der Weg an die Freiwurflinie angetreten. Bei einer besseren Quote wäre das Spiel schon zu diesem Zeitpunkt gedreht worden, so aber ging es mit einem Drei-Punkte-Rückstand in die Pause (20:15, 2. Viertel).
Das dritte Viertel war das stärkste auf Zülpicher Seite und brachte die endgültige Wende im Spiel. Durch aggressive Defense gab es viele Ballgewinne, die vorne in Punkte umgewandelt werden konnten. Und selbst wenn die Verteidigung zu keinem direkten Ballgewinn führte, frustrierte es die Gegnerinnen doch sehr, dass keine einfachen Pässe ermöglicht wurden. Fast immer war eine Zülpicher Hand im Weg. Nun führten die Gäste am Ende des Viertels mit sechs Punkten, aber es blieb weiter spannend (18:9, 3. Viertel).
Auch in den letzten zehn Minuten konnte der Druck in der Defense gehalten werden, allerdings war es durch die Fans der Gastgeber mittlerweile so laut, dass keine Systeme mehr angesagt werden konnten. Daher wurde auf Zeichen umgestellt, was dann auch gut funktionierte. Zwar kamen jetzt ein paar Unkonzentriertheiten dazu (z. B. im Aus stehen, weil die Halle so klein ist…), aber letztlich ließ sich niemand von der Unruhe in der Halle nervös machen und am Ende wurde routiniert der Vorsprung über die Zeit gebracht.
Das Spiel machte deutlich, dass die Mannschaft in dieser Saison auch in schwierigen Situationen Charakter zeigt und weiter ihr Ding durchzieht, denn bis dahin hatte noch kein Gegner zur Pause 35 Punkte erzielen können, auch mit einem acht Punkte Rückstand sah man sich noch nicht so oft konfrontiert.
Jetzt gibt es drei Matchbälle zur Bezirksliga-Meisterschaft, den ersten am Samstag gegen Tabellenschlusslicht Frankenberg, Zuschauer sind natürlich wie immer herzlich eingeladen!
Es spielten: Ann-Katrin Beuel (9), Lexi Kitz (20), Maja Quittek (2), Inga Reufsteck (2), Severine Jörres (9), Eva van Bonn (17), Nele Wiesbaum, Anja van Bonn (2).




